Sensorcluster zur Erfassung der Fahrzeugdynamik

Der Sensorcluster stellt allen Steuereinheiten im Fahrzeug den augenblicklichen Bewegungszustand (Gierrate, Längs- und Querbeschleunigungen sowie optional Nickrate und Rollrate) in Form von elektronischen Signalen zur Verfügung. Die verifizierten Signale werden über eine standardisierte Schnittstelle, die auch kundenspezifisch angepasst werden kann, an den Datenbus übergeben.

In komplexen Regelalgorithmen wird mit diesen Signalen die Stabilisierung des Fahrzeugs im ESC-Regelfall eingeleitet. Des Weiteren werden die Signale für Fahrerassistenzsysteme benötigt.

Derivate des Standard-Sensorcluster für das Continental-ESC im PKW haben folgende Anwendungen:

  • Sensorcluster mit kundenspezifischer Schnittstelle für Applikationen in Fremdsystemen
  • Redundanter Sensorcluster für hohe Sicherheitsanforderungen an das Regelsystem (SIL3)
  • Sensorcluster für ESC-Anwendungen für LKW-Markt mit frei programmierbarer MCU
  • Sensorbox zur Messung des Neigungswinkels bei der Motorradfahrt
  • Sensorcluster mit mehreren Freiheitsgraden für den Industriebereich als Katalogteil mit J 1939 Schnittstelle

SC2012 Sensor – höchste Integration der Signalerfassung

Eine Innovation in der Inertialmesstechnik ist die Messung der Gierrate und der Beschleunigung in einer einzigen Komponente (SC2012). Die Integration in einem Gehäuse umfasst sowohl die MEMS-Elemente zur Messung der Beschleunigung und der Gierrate als auch den dazugehörigen Kombi-ASIC zur Signalverarbeitung.

Durch seine kompakte Bauweise als SMD Komponente und die Möglichkeit die Kalibrierung flexibel den jeweiligen Anforderungen anzupassen, findet der SC2012 Sensor nicht nur im Sensorcluster, sondern auch in anderen Steuergeräten seine Anwendung. Durch die Einführung dieser Innovation wird eine deutliche Größenreduzierung aller elektronischen Steuergeräte, die Gierraten und Beschleunigungen messen, ermöglicht.

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