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Elektronische Bremssysteme für Motorräder

Stabilität beim Bremsen für Motorradfahrer wichtiger als ein kurzer Bremsweg

Wie beim Auto ist es auch bei dem Motorradsystem erstes Ziel, während einer Vollbremsung die Stabilität des Fahrzeugs zu gewährleisten.

Dient dies beim Auto vor allem dazu, die Lenkfähigkeit zu erhalten, führt ein blockierendes Vorderrad beim Motorrad fast zwangsläufig zum Sturz. Sensoren an Vorder- und Hinterrad ermitteln deshalb, wie schnell sich die Räder bei einer Bremsung noch drehen oder ob ein Blockieren droht. Das Steuergerät reduziert in diesem Fall den Bremsdruck, um die Blockade und damit den Verlust der Fahrstabilität zu verhindern.

Als zusätzliche Option zum Basis-MAB steht den Motorradherstellern eine Hinterrad-Abhebeerkennung zur Verfügung. Diese Rear-wheel Lift-off Protection (RLP) kann noch feinfühliger – unter anderem mit Hilfe eines Bremsdruck-Sensors, der den Hydraulikdruck im Bremssystem selber auswertet – erkennen, ob sich bei einer starken Bremsung das Hinterrad zu heben droht. In diesem Fall wird der Druck im vorderen Bremskreis leicht abgesenkt, bis sich das Motorrad wieder stabilisiert.

Durch die kompakten Maße des MAB und sein geringes Gewicht fällt die Integration in ein Motorradmodell, das so genannte Packaging, leichter. Die vorhandene Infrastruktur, etwa Rahmen, Tank oder Verkleidung, muss weniger angepasst werden, wenn die ABS-Einheit wenig Bauraum einnimmt. Die Größe ist daher neben dem Preis ein entscheidendes Wettbewerbskriterium – bei Motorrädern noch mehr als bei Autos, da hier der vorhandene Platz erheblich kleiner ausfällt.

Für alle Motorräder über 125 Kubikzentimeter wird europaweit ABS verbindlich vorgeschrieben. Diese Regelung gilt ab dem Jahr 2016 für neu entwickelte Modellreihen und ab 2017 für alle neuen Motorräder.

Unsere Systeme:

Ein-Kanal-ABS

Das Ein-Kanal-ABS für kleinere Motorräder und Roller verhindert das Blockieren des Vorderrades beim Bremsen und reduziert dadurch das Unfallrisiko des Fahrers.

  

Motorrad-Integral-Bremssysteme (MIB)

Bei den MIB-Systemen können beide Räder abgebremst werden, obwohl der Fahrer nur eine einzige Betätigung aktiviert. Das System erkennt den Bremswunsch des Fahrers und baut auf dem anderen Bremskreis aktiv Druck auf, wodurch beide Räder verzögert werden.

Motorrad-Antiblockiersystem (MAB)

Das MAB bietet eine verbesserte Bremsenregelung und somit mehr Fahrsicherheit durch eine optimale Verzögerung. Durch die kompakten Maße des MABs und sein geringes Gewicht fällt die Integration in ein Motorradmodell, das sogenannte Packaging, leichter. Die vorhandene Infrastruktur, etwa Rahmen, Tank oder Verkleidung, muss weniger angepasst werden, wenn die ABS-Einheit wenig Bauraum einnimmt.

MiniMAB

Continental entwickelt außerdem miniMAB für kleine Transport- und Freizeitmotorräder. Dieses neue miniMAB ist klein, leicht und einfach an die unterschiedlichen Motorräder zu applizieren. Durch die ABS Regelung am Vorderrad wird bei einer Panikbremsung durch den Fahrer der Sturz sicher vermieden. Die Serieneinführung ist für das Jahr 2014 vorgesehen.


Erweiterte Regelfunktionen:

Rear-wheel Lift-off Protection (RLP)

Beide Systeme – MAB und MIB – können die „Rearwheel Lift-off Protection (RLP)"-Funktionalität abbilden. Die RLP verhindert das Hochsteigen des Hinterrads. Darüber hinaus vermeidet die Funktion mit Gegenmaßnahmen, wie einer angepassten Druckmodulation der Vorderradbremse, einen Überschlag.

Motorrad Hold & Go (MHG)
Unterstützt den Motorradfahrer aktiv beim Anfahren am Berg.